BLOGAKTION: Etüdensommerpausenintermezzo

Die abc.etüden von Christiane auf 365tageasatzaday, gehen in die Sommerpause. Alleine gelassen werden wir trotzdem nicht den die liebe Christiane hat sich als Ersatz das Etüdensommerpausenintermezzo ausgedacht. In ihrer letzten Schreibeinladung ging es schon los denn da hat Sie um Sommerwörter gebeten. Von diesen Wörte wurde 10 ausgewählt, aus denen wir jetzt eine kleine Geschichte schreiben dürfen. Die länge ist egal, einzige sonstige Bedingung ist das es um Regen geht.Erst mal, die Wörter:

Badelatschen
Hitzefrei
Höhenfeuer
Liegestuhl
Qualle
Qualm
Schwimmflügel
Sommersprossen
Ventilator
Wassermaler

Meine Geschichte:

An einem regenrischen Tag mitten im Sommer begab es sich das Bruno, der einzige Sohn des einzigen, ortsansässigen Badelatschen-Verkäufer, sich aufmachte um zur Schule zu gehen. Doch irgendwie war an diesem Tag etwas anders, nicht nur das es mitten im Sommer regnete und sie deshalb ganz sicher nicht, wie die letzten Tage, Hitzefrei bekämen, Nein irgendwas lag in der Luft, abgesehen vom Regen. Er mochte den regen, er hatte irgendwie etwas reinigendes, frisches. Seit Tagen schon hatte er das Gefühl das alles von diesem Sommerstaub bedeckt war, und nicht einmal sein heiß geliebter Ventilator konnte ihn wegpusten, der Regen aber, wusch ihn endlich ab. Er konnte endlich wieder atmen.

Sein Weg führte ihn am Strand vorbei, wo Liegestühle, vergessene Schwimmflügel und allerhand anderes Spielzeug unter dem Regen prasselte. Er blieb kurz stehen um inne zuhalten und das Bild zu betrachten. Die traditionellen Höhenfeuer sollten eigentlich an diesem Abend statt finden. „Aber bei dem Regen“, dachte er, „wird das wohl eher ein Höhenwasser“, normalerweise sah er dem aufsteigendem Qualm der ausgehenden Feuer noch Stundenlang zu, nur ohne Feuer kein Qualm. Schon seit Jahren nahm er seine Wassermaler mit und zeichnete die Feuer nach, auch darauf würde er dieses Jahr verzichten müssen. Alles in allem war die Stimmung eher bedrückt. Die tote Qualle die er einige Meter weiter entdeckte tat ihr übriges. Seine Stimmung war im Keller.

Egal, er musste weiter in knapp 15 Minuten würde es klingeln, für seinen Weg würde er aber noch knapp 20 min brauchen. Also lief er weiter durch den Regen, vorbei an Cafes, Geschäften den Bars und Kneipen der Stadt in Richtung seiner Schule, als er auf einen Lockenkopf aufmerksam wurde. Und es waren die lockigsten, schönsten, rötesten Locken die er je gesehen hatte. Vergessen war die Schule, die Höhenfeuer, der Regen und alles andere, er lief.

Den Locken hinterher, er konnte ein Lachen hören und sah sie schon kurz darauf vor sich stehen, ein Mädchen. Ein Mädchen mit wunderschönen roten Haaren und den wildesten, hübschesten Sommersprossen, die er je gesehen hatte. Vorbei war der Regen, die Trübseligkeit, vergessen auch die Schule. Er wollte wissen wer Sie war!

Also ging er zu ihr, und starrte sie an. Und sie? Sie starrte zurück. Der Versuch zu sprechen scheiterte gnadenlos. Er öffnete zwar den Mund aber anstatt die Sorgsam, in seinem Kopf aneinander gereiten Worte, fielen als eines raus und alles was er sagte war „wrbstdu,schneloknigehn“, er lief rot an, wollte sich schon wieder wegdrehen und gehen, als sie ihn anlächelte und fragte: wer er sei? „Bruno, und du?“ Konnte er irgendwie rausbringen, „Ich?“, sie lächelte ihn an, „erkennst du das denn nicht?“, „Ich bin der Herbst.“

*be the light Liese

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13 Kommentare zu „BLOGAKTION: Etüdensommerpausenintermezzo

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